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Schrottsammler Hundehilfe Deutschland Ungarn e. V.

TÖTUNGSSTATIONEN  HUNDEELEND IN UNGARN

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 12.12.2019

Hier sieht man das ganze Elend und das Ende in einer ungarischen Tötungsstation Dezember 2012 Ajka

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Tod erfroren
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... vor einem Tierheim abgelegt, erfroren diese Welpen

....oder privat wegziehen und einfach mal verhungern lassen, angebunden an der Kette ohne Chance.

toetung-Mako

In Ungarn ist es üblich, dass sich ein Hundefänger - ungarisch Gyepmester oder Sintér (Tierfänger, korrekte Übersetzung: Abdecker!) - um streunende Hunde kümmert und um solche, die von den Besitzern abgegeben werden. Kümmern heißt in dem Fall er sammelt sie von der Straße auf und bringt sie zum "Gyepmesteri Telep" (offizielle Bezeichnung) bzw. "Sintértelep" (im allgemeinen Sprachgebrauch), der bezeichnenderweise meist direkt auf/neben der örtlichen Mülldeponie liegt. Dieser Platz wird im deutschen mit Auffangstation, Seuchenstation, Tötung bzw. Tötungsstation oder auch Hundefängeranlage übersetzt.
Nach einer gesetzlich vorgeschriebenen Frist von 14 Tagen (während dieser Zeit sollte sich zeigen, ob ein Hund an einer Seuche erkrankt ist) werden die Tiere getötet.

Dieses Vorgehen ist staatlich vorgeschrieben, für die Betreibung der Stationen und die Bezahlung des Hundefängers sind aber die jeweiligen Gemeinden bzw. Städte zuständig.
Einige Tötungsstationen werden von Firmen geleitet. Diese werden sehr gut von den einzelnen Gemeinden bezahlt für diese "Aufräumarbeit". In der Tötung Budapest sind es jährlich ca. 3000 Tiere.
Da sich von öffentlicher Seite niemand um diese Betriebe kümmert, sind die Zustände dort fast immer unvorstellbar grausam. Während den zwei Wochen Wartezeit bekommen die Hunde oft nichts zu essen, müssen in winzig kleinen Käfigen ausharren, werden in Gruppen in Erdlöcher geworfen, um sich gegenseitig totzubeißen und schlimmer. Nach den maximal zwei Wochen bestimmt der Hundefänger, ob er die Hunde verkauft (z.B. an Versuchslabore) oder tötet oder einem Tierschutzverein übergibt.
Die Tötung sieht so aus, dass die Hunde zu Gruppen zusammengepfercht und erschlagen werden oder die offzielle Variante T61 (ohne Narkosemittel) bekommen, was zu Atemlähmung und schrecklichen Krämpfen bis zum Tod führt. Das Erschießen der Hunde gehört noch zu den humansten Methoden in der Tötung.

Die Vereine bemühen sich deswegen vor allem, so viele Hunde wie möglich aus solchen Tötungsstationen zu retten. Die grausame Entscheidung, welche Hunde weiterleben dürfen, müssen sie dabei selber treffen. Einigen Vereinen bzw. Tierheimen ist es gelungen, die lokale Station zu ersetzen, d.h. sie konnten einen Vertrag mit der Gemeinde abschließen, der besagt, dass der Verein/das Heim die herrenlosen Tiere sucht und aufnimmt. Das bedeutet das Ende der Tötungsstation. Denn im Heim werden die Tiere ärtzlich versorgt, aufgenommen und dürfen solange bleiben, bis sich ein neuer Besitzer gefunden hat. (In diesen Fällen trägt das Tierheim neben der Bezeichung Tierheim auch den Titel "Gyepmesteri Telep", da es sich um eine öffentliche Stelle handelt.) In anderen Gemeinden konnte auch eine Vereinbarung zwischen Tierheim und Hundefänger getroffen werden. In diesen Fällen bleiben die Fundtiere 2 Wochen beim Hundefänger in der offziellen Anlage und werden danach ins Tierheim gebracht.

Leider sind solche Fälle noch sehr selten. Der Regelfall ist die oben beschriebene - jedoch eigentlich ungesetzliche - Praxis.

Nach den Vorschriften muss ein Gyepmesteri Telep die Aufgabe einer Seuchenstation erfüllen, d.h. nicht nur streunende Hunde kommen hierher und werden getötet, sondern alle Tiere, die aus unerklärlichen Grüünden eingegangen sind, müssten hier obduziert und auf evtl. vorhandene Seuchen untersucht werden. Dazu sind jedoch umfangreiche, gesetzlich genauestens vorgeschriebene Einrichtungen erforderlich.
Da aber das Geld für eine solch aufwendige Einrichtung fehlt, beschränkt man sich auf Hunde, das ist billiger und wurde in der Vergangenheit von den zuständigen Komitatsbehörden als "der Pflicht Genüge getan" eingestuft.

Mittlerweile - Ungarn ist jetzt immerhin EU-Mitglied - üben die Komitatsbehörden zunehmend Druck auf die Gemeinden aus, aber bis sich wirklich etwas ändert, vergehen wegen fehlender finanzieller Mittel sicherlich noch Jahrzehnte.
(Quelle: Auszug aus der Seite ungarn-tierschutz.de)